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Louis Baare

Louis Baare

Nach der Gründung des "Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation" blieb Jacob Mayer weiterhin Direktor der Eisen- und Stahlwerkstätten, doch Eduard Kühne schied aus. Für ihn übernahm Louis Baare die Geschäfte des B. V. Ihm verdankt das Werk seinen Aufstieg von der Fabrik "Mayer & Kühne" zu einem der größten Stahlwerke Deutschlands.

Doch nicht dem Werk allein galt Louis Baares Leben, er sorgte sich auch sehr um das Wohl der Arbeiter. Er ließ an der Alleestraße eine Siedlung bauen, in der die Arbeiterfamilie ein kleines Häuschen besitzt. Nach der Schicht kann der Dreher hier seinen Garten bestellen. Die Siedlung wurde "Stahlhausen" genannt. Damit wollten Jacob Mayer und Louis Baare sagen, daß in diesen Häusern die Männer wohnen, die den Stahl verarbeiten. Die Straßen erhielten die Namen der Gründer und Direktoren des Bochumer Verein. Später wurde in Höntrop eine ähnliche Siedlung errichtet.

Mit besonderer Liebe denken die Alten und die Witwen der verstorbenen Arbeiter an Louis Baare. Er hat dafür gesorgt, daß sie eine Rente erhalten und in ihren alten Tagen keine Not zu leiden brauchen. Auch der kranken Werksangehörigen hat Louis Baare gedacht. Er verhalf ihnen zu einem Krankengeld. Wir nennen diese Einrichtung die Betriebskrankenkasse.

40 Jahre hat Louis Baare den B. V. geleitet. Nun ruht er schon 65 Jahre in seiner Gruft, doch die Arbeiter des B. V. werden ihn nicht vergessen.

 

© Herrmann Rupprecht - Geschichten aus Bochums Vergangenheit
Stockmann Buchverlag Bochum
www.stockmann-shop.de/

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