Der Riese auf dem Tippelsberge
Der Riese auf dem Tippelsberge
1. Auf dem Tippelsberge lebte einst ein Riese. Er hatte einen Freund, der auf dem Stimmelsberge in Haltern wohnte. Ein Backtrog benutzten sie gemeinschaftlich und backten zusammen in einem Ofen. Wenn es Zeit zum Backen war, gaben sie sich ein Zeichen durch Schrappen an dem Troge. Einmal kratzte sich der Tippelsberger im Schlafe. Der andere hörte es und meinte, es sei das verabredete Zeichen. Schnell machte er sich auf den Weg, fand aber seinen Freund noch tief im Schalfe.
2. Nicht immer war der Riese Tippelus, so soll des Tippelberger Name lauten, bei guter Laune. Oft hatte er Streit mit anderen und konnte dann fürchterlich wütend werden. Bei einem solchen Kampf stürmte der Gegner heran und wollte Tippelus überfallen. Diesen packte die Wut, er suchte nach an einem Steine um den Gegner zu zerschmettern. Wirklich fand er einen großen Findling und schleuderte ihn mit solcher Wucht, daß der gewaltige Stein bis Ückendorf flog. Da liegt er noch heute vor dem Amtshause. Das Volk aber nennt ihn "den grauten Kieseling von dem Kiärl op’n Tippelsberg".
Aus Bolle, am Maarbach und Ölbach





