Das goldene Spinnrad auf dem Isenberg
Das goldene Spinnrad auf dem Isenberg
In dem Streit mit dem Erzbischof von Köln fand der Graf von der Mark Hilfe bei seinem Vetter Friedrich von Isenburg.
Als an einem trüben Novemberabend Erzbischof Engelbert von einer Versammlung in Soest heimritt, lauerte ihm Friedrich von Isenburg mit seinen Reitern in einem Hohlweg auf und überfiel und ermordete ihn. Für diese Tat verurteilte der Kaiser den Grafen Friedrich zum Tode und ließ seine Burg auf dem Isenberg schleifen.
Die Gräfin aber und ihre Kinder konnten die Burg unbehelligt verlassen, doch durften sie außer ihren Kleidern nichts von ihren Sachen mitnehmen. Darunter war auch ein kostbares goldenes Spinnrad, das der Graf seiner Frau zur Hochzeit geschenkt hatte. Das wollte die Gräfin nicht den Soldaten in die Hände fallen lassen, sondern warf es in den tiefen Burgbrunnen. Wenn Du einmal zum Isenberg wanderst und in den Brunnen horchst, dann kannst Du drunten das Spinnrad noch surren hören.
Aus den Steinen der Isenburg ließ Graf Adolf von der Mark den Bergfried der Burg Blankenstein bauen.

© Herrmann Rupprecht - Geschichten aus Bochums Vergangenheit
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